BaMS

Biofia: Innovative Bioindikatoren für die Evaluierung der Haltung, Gesundheit und Produktqualität von Fischen in differenten Aquakultursystemen

 

Projektpartner:

  • Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Institut für Tierzucht und Tierhaltung
  • Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie und Zelltechnik(EMB)
  • Gesellschaft für Marine Aquakultur (GMA) mbH
  • Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN), Institut für Genombiologie, Abt. Fischgenetik
  • Max-Rubner-Institut (MRI), Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel, Institut für Sicherheit und Qualität bei Milch und Fisch
  • Microganic GmbH
  • MonitorFish GmbH
  • Nordischer Maschinenbau Rudolf Baader GmbH & Co. KG
  • Universität Hamburg, Abteilung für Mikrobiologie & Biotechnologie
  • Universität Rostock, Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät, Aquakultur und Sea-Ranching

Optimale Haltungsbedingungen, gesunde Tiere und innovative Rohstoffe sind Voraussetzungen für eine nachhaltige Aquakultur tierischer Organismen, die Erzeugung von Qualitätsprodukten und profitablen Absatz. Obwohl jedoch Fische aus Sicht des Menschen in Aquakultur erfolgreich aufwachsen, ist das Wissen zum Tierwohl selbst rudimentär und in Folge dessen der Produktionserfolg vermindert. Mit Biochipbasierten molekularen Indikatoren lassen sich Stress, Gesundheit und Tierwohl aquatischer Organismen in verschiedenen Abschnitten der Produktion vom Schlupf bis zum Erreichen des Erntegewichtes der Tiere messen, Haltungsbedingungen und Aquakulturanlagen zertifizieren und somit Fischproduktionsverfahren bis hin zum Schlachtprozess optimieren. Im Rahmen des Vorhabens ist der Einsatz derartiger selbst entwickelter speziesspezifischer molekularer Biochips für wesentliche Produktionsabschnitte geplant. Insbesondere die juvenilen Lebensabschnitte mit hohen Mortalitäten werden hierbei intensiv betrachtet. Hierfür erfolgt ein umfassendes Monitoring der Haltungsbedingungen mit physikochemischer und Bildsensorik (u.a. Wasserparameter, Aktivitätsmuster, Gesundheitsstatus). Dies beinhaltet auch die Erfassung von Bakterien und Parasiten. Mit KI-Algorithmen erfolgen Big-Data-Analysen der Monitoringdaten. Die umfassende sensorische Analytik erlaubt eine frühzeitige Einschätzung und sogar Vorhersage des Tierwohls in Echtzeit. Schwerpunkte des Vorhabens befassen sich mit der Erfassung und Reduzierung negativer Einflüsse im Aquafarming, insbesondere juveniler Entwicklungsstadien und der maschinellen Verarbeitung von Fischen, dem Einfluss mikrobiologischer Parameter auf die Gesundheit von Aquakulturorganismen und mit Mikroalgen als innovative probiotische Futtermittel. Außerdem erfolgt eine Prüfung der Produktqualität als Lebensmittel für den Menschen. Über die Vernetzung des Vorhabens mit dem BaMS-TP-Projekt AQUATOR erfolgen die Prüfung industrieller Verwertbarkeit und Machbarkeitsstudien.

Projektleitung: Leibniz-Institut für Nutztierbiologie (FBN), Dr. Tom Goldammer, tomgoldammer@fbn-dummerstorf.de


  • Gefördert vom BMBF