BaMS

Bekanntmachung der ersten Ausschreibungsrunde für Modellstandort-Projekte

Das BMBF fördert den Innovationsraum BaMS mit bis zu 20 mio. Euro über einen Zeitraum von fünf Jahren. Aus dem BMBF war Herr Dr. Dietmar Walter vom Referat 725 (Nachhaltiges Wirtschaften; Bioökonomie) zu Gast auf dem BaMS-Symposium 2020 und wies in seinem Grußwort auf die Bedeutung der biobasierten Wirtschaft hin. v.l.n.r.: Dietmar Walter (BMBF), Carsten Schulz (CAU), Rüdiger Schulz (CAU), Stefan Meyer (CAU)

Kiel, 11. Mai 2020

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Bekanntmachung der ersten Ausschreibungsrunde für Modellstandort-Projekte im Innovationsraum „Bioökonomie auf Marinen Standorten“

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU) steht an der Spitze eines neuen Innovationsraumes „Bioökonomie auf Marinen Standorten (BaMS)“ in Norddeutschland mit über 70 Projektpartnern aus Forschung, Industrie und Verwaltung. BaMS entwickelt innovative und vor allem nachhaltige Konzepte für eine umfassende aquatische Kreislaufwirtschaft, die unter anderem Fische, Muscheln sowie Algen einschließt. Das Gesamtvorhaben wird vom BMBF mit bis zu 20 Millionen Euro gefördert.

Der Innovationsraum BaMS, vertreten durch die CAU und den BaMS e.V., fordert hiermit interessierte Unternehmen, Forschungseinrichtungen und weitere Interessenten des BaMS-Verbundes auf, Projektvorschläge für Begleitforschungsprojekte zu Modellstandorten für die blaue Bioökonomie einzureichen. Diese Projekte leisten durch die von ihnen durchgeführten wissenschaftlichen Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten in interdisziplinären Konsortien einen wichtigen Beitrag zur Schaffung von integrierten Infrastrukturen der blauen Bioökonomie. Der Innovationsraum BaMS hat ein hohes Interesse an einer langfristigen Zusammenarbeit mit den Betreibern dieser Standorte, auch über die Grenzen des aktuell beantragten Projektes hinaus. Mit Unterstützung von BaMS und seinen Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft, sollen die Modellstandorte zu lebendigen und begreifbaren Anschauungsobjekten für den Wandel zur biobasierten blauen Wirtschaftsweise in Deutschland werden.

Begriffsdefinitionen

Modellstandorte für die blaue Bioökonomie

Modellstandorte bringen alle Elemente der von BaMS adressierten blauen Bioraffinerien an einem Ort / einer Region zusammen und verbinden sie zu einer aquatischen Kreislaufwirtschaft. Zu den Elementen gehören Aquakulturen von Fischen, Algen und anderen Organismen, ebenso wie die Nutzung von anderen Biomassen, ihre Verarbeitung, Veredlung bis hin zur Extraktion von Wert- und Wirkstoffen. Die Kreislaufwirtschaft nutzt Nährstoffe aus Oberflächen- und Küstengewässern bzw. aus Industrie, Haushalten und Landwirtschaft. Ihre Produkte und Dienstleistungen sind die Grundlage für ihren wirtschaftlichen Betrieb. Eine ausführliche Beschreibung der Elemente der aquatischen Kreislaufwirtschaft in BaMS finden Sie hier: LINK

Begleitforschungsprojekte

Begleitforschungsprojekte sind eigenständig arbeitsfähige Forschungsprojekte, die die Entwicklung/ den Aufbau/ die Umstrukturierung eines oder mehrerer Modellstandorte und/oder eines oder mehrerer Modellstandort-Prozesse durch ihre wissenschaftlichen Aktivitäten unterstützen und begleiten. Neben originären Fragestellungen in Bezug auf die wissenschaftlich-technischen Themen des Standortes, berücksichtigen die Projekte u.a. die Bereiche (energetische) Sektorkopplung, Digitalisierung und Wissenschaftskommunikation und stehen darüber mit Unterstützung des BaMS-Koordinationsprojektes unter Zuhilfenahme geeigneter Software und Schnittstellen im gemeinsamen Austausch. Die Projekte werden nach den Regularien des BMBF gefördert und müssen in diesem Sinne als Forschungs-Projekte (z.B. in Abgrenzung zu Investitionsbeihilfen) strukturiert sein.

Integrierte Infrastrukturen

Die Leistungsfähigkeit der aquatischen Kreislaufwirtschaft in BaMS wird in erheblichem Maße durch den Grad der Integration ihrer Elemente bestimmt. Bedingung für eine hohe Effizienz der Kaskadenbausteine und Durchgängigkeit ihrer Prozesse ist die Erfassung und Verarbeitung von Daten und Informationen, deren sinnvolle Verbindung (semantische Verknüpfung) und Modellierung. Modellstandorte dienen einerseits als Datenquelle für den Aufbau solcher digitalen Strukturen und können sich mit Unterstützung von BaMS (BaMS CORE Datenbankstruktur) bis hin zu einem digitalen Zwilling der blauen Bioökonomie entwickeln (Auswahl für das BaMS-Projekt SmartBlue).

Anschauungsobjekte

BaMS-Modellstandorte sind innovative Konzepte für die zukünftige Gestaltung der biobasierten Wirtschaftsweise in Deutschland. Die Begleitforschungsprojekte unterstützen die Standorte in ihrer erfolgreichen Implementierung durch Wissenschaft und Forschung. Ein darüberhinausgehender wichtiger Aspekt für den langfristigen und nachhaltigen Erfolg der biobasierten Wirtschaft liegt aber auch in der gesellschaftlichen Akzeptanz für diesen teilweise disruptiven Wandel. Die Grundlage für Akzeptanz beginnt mit der Schaffung von Anschauungsobjekten, denn nur am „lebenden Objekt“ können Fragen beantwortet, Vorurteile adressiert und Begeisterung geweckt werden. Der BaMS Innovationsraum stellt sich dieser Herausforderung und unterstützt „seine Standorte“ im Rahmen der Begleitforschungsprojekte durch innovative Methoden und Aktivitäten der Wissenschaftskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

Kriterien für die Antragstellung

Die Projekte haben in der Regel eine Laufzeit von 3 Jahren bis zu 5 Jahren und müssen zum 01.04.2021 beginnen können.

Alle Projekte müssen von mindestens zwei Projektpartnern, davon in der Regel mindestens einem Unternehmen, bearbeitet werden.

Hauptantragsteller für ein Projekt muss i.d.R. ein Unternehmen der Privatwirtschaft oder eine andere Körperschaft sein, die in Besitz ist bzw. Zugriff auf einen bereits existierenden Standort hat oder die Entwicklung eines solchen Standortes federführend vorantreibt. Wenn dies nicht zutrifft, muss der Hauptantragsteller über eine geeignete, rechtsverbindliche Vereinbarung (i.d.R. Kooperationsvertrag) mit einer solchen Körperschaft verfügen, die dem Hauptantragsteller und den anderen Konsortialpartnern den Zugang zum Standort und den Zugriff auf notwendige Arbeitsgrundlagen gemäß Arbeitsplan des Projektes ermöglichen.

Alle Projekte müssen sich auf mindestens einen konkret definierten Standort, mehrere strukturell vergleichbare Standorte oder eine geographische zusammenhängende Region beziehen, die dem Grundsatz eines Modellstandortes entspricht.

Das Projekt und seine Konsortialpartner müssen in der Lage sein, die von ihnen geplanten Forschungstätigkeiten mit einer Verbundförderquote i.H.v. 50 – 70 % (i.S.d. einschlägigen Regularien der BMBF-Förderung) durchzuführen und einen entsprechenden Eigenanteil i.H.v. 30 – 50 % aufzubringen.

Antragsverfahren

Das Verfahren ist mehrstufig. Zunächst verfassen die Antragsteller Skizzen. Diese werden bis zum 12.06.2020 eingereicht.

Die Skizzen werden von der BaMS-Koordinierung auf ihre grundsätzliche Eignung geprüft und im positiven Falle zur Vorstellung ihres Projektes im Rahmen einer Online-Pitch-Veranstaltung (voraussichtliches Datum: 23.06.2020) eingeladen.

Nach der Vorstellung der Skizzen überarbeiten die Antragsteller ihre Skizzen, um Änderungen in der Zielsetzung, dem Konsortium, usw. einzuarbeiten. Die überarbeiteten Skizzen werden erneut bei der BaMS-Koordinierung eingereicht (Einreichungsfrist: 17.07.2020). Die überarbeiteten Skizzen werden in Übereinstimmung mit der BaMS-Governance durch Gutachter aus dem Kreis des BaMS-Beirates begutachtet und durch den erweiterten Vorstand evaluiert und für die Förderung empfohlen. Das Ergebnis der Empfehlung wird voraussichtlich am 25.09.2020 mitgeteilt.

Im Falle einer positiven Empfehlung durch den erweiterten Vorstand unterstützt die BaMS-Koordinierungsstelle die Antragsteller bei der Ausarbeitung formaler Projektanträge zur Beantragung der Förderung aus Mitteln des BMBF beim PTJ.

Die Projektanträge werden nach den Maßgaben der Bekanntmachung „Richtlinie zur Fördermaßnahme "Innovationsräume Bioökonomie" im Rahmen der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030", Bundesanzeiger vom 21.09.2016“ und den darin genannten Konditionen formal bearbeitet und beschieden.

Verfassen von Skizzen

Die Skizzen sind mit folgender Gliederung anzufertigen:

A.    Anschreiben zum Antrag für ein Begleitforschungsprojekt
(1)    Projekttitel & Akronym
(2)    Hauptantragsteller
(3)    Verbundpartner
(4)    Kurzfassung

B.    Antrag
I.    Fragestellungen und Zielsetzungen des Projektes
II.    Arbeitsplan
III.    Ergebnis-Verwertung
IV.    Kompetenz der Antragsteller
V.    Beitrag zu BaMS-Umsetzungsstrategie
VI.    Adressierte Querschnittthemen
VII.    Finanzplan

C.    Standort-Beschreibung
a)    Verantwortlicher Standortbetreiber
b)    Standortbeschreibung
c)    Schnittstellen zu BaMS

Für die Anfertigung der Skizzen ist ausschließlich die bereitgestellte Vorlage zu verwenden. Die Vorlage finden Sie hier: SKIZZEN-VORLAGE


Das Kapitel (B) ANTRAG der Skizze darf einen Umfang von vier DIN A 4 Seiten nicht übersteigen. Die anderen Kapitel (Anschreiben (A) und Standort-Beschreibung (C)) sind nicht in ihrem Umfang begrenzt. Die Skizze ist mit all ihren Kapiteln im PDF-Format abzuspeichern. Die Skizze muss selbsterklärend sein und eine Beurteilung ohne weitere Informationen sowie Recherchen zulassen.

Bitte senden Sie Ihre Skizzen bis zum 12. Juni 2020, 12:00 Uhr, per Email an die BaMS-Koordinierungsstelle, info@bams.uni-kiel.de

Es werden nur fristgerechte Einreichungen per Email im PDF-Format akzeptiert. Einreichungen per Fax, Post o.a. werden nicht angenommen.

Aus der Vorlage einer Skizze kann kein Rechtsanspruch auf eine Förderung abgeleitet werden.

Die BaMS-Koordinierungsstelle prüft die eingereichten Skizzen auf ihre formale Passfähigkeit zu den Anforderungen der Modellstandort-Ausschreibung. Bei Erfüllung der formalen Voraussetzungen werden die Antragsteller zur Vorstellung ihres Projektes im Rahmen einer Online-Pitch-Veranstaltung eingeladen. Wenn die formalen Voraussetzungen nicht erfüllt werden, wird die BaMS-Koordinierungsstelle die Antragsteller kontaktieren und das weitere Vorgehen besprechen. In diesem Fall kann jedoch nicht garantiert werden, dass eine überarbeitete Fassung des Antrages für die weitere Bearbeitung in dieser Ausschreibungsrunde zugelassen werden kann. Hierzu kann im Zweifelsfall der erweiterte Vorstand des BaMS e.V. angerufen werden.

Vorstellung Skizzen (Online-Projekt-Pitch)

Antragsteller von formal geeigneten Skizzen werden dazu aufgefordert, ihr Projekt im Rahmen eines Projekt-Pitches am 23.06.2020 dem BaMS-Konsortium vorzustellen. Der Pitch wird im Rahmen einer Online-Video-Konferenz präsentiert. Nähere Angaben zu Veranstaltungsformat und Programm folgen rechtzeitig vor dem Termin.

Der Pitch erfolgt in Form eines kurzen Vortrages mit anschließender Diskussion. Einzelheiten zu den formalen Vorgaben/Format des Pitch-Vortrages folgen rechtzeitig vor der Veranstaltung. Die Vorstellung des Pitch erfolgt in der Regel durch den Hauptantragsteller oder einer benannten Person.

Zur Teilnahme an der Online-Projekt-Pitch Veranstaltung werden alle Antragsteller von geeigneten Skizzen, sowie Mitglieder des BaMS e.V. und weitere Interessenten, eingeladen. Zur Sicherung des intellektuellen Eigentums der vorstellenden Antragsteller ist die Teilnahme nur solchen geladenen Gästen gestattet, die sich durch eine schriftliche Erklärung zur Verschwiegenheit verpflichtet haben. Des Weiteren steht es den Antragstellern frei sensible Inhalte nicht offenzulegen.

Die Antragsteller erklären sich damit einverstanden, dass die Folien ihres Pitch-Vortrages und ein Video-Mitschnitt (Bild und Ton) ihres Pitch-Vortrages den Teilnehmern der Veranstaltung zur Verfügung gestellt wird. Eine Ausnahme hiervon ist nur in begründeten Einzelfällen auf Antrag an die BaMS-Koordinierungsstelle möglich.

Überarbeitung von Skizzen

Nach dem Online-Projekt-Pitch erhalten die Antragsteller die Gelegenheit, ihre Skizzen zu überarbeiten und inhaltlich anzupassen. Die Antragsteller sind angehalten ihren ursprünglich beantragten Projektvorschlag lediglich soweit zu verändern, wie es die Vermeidung von potentiellen Überlappungen, der Schluss von fachlichen Lücken, das Bekanntwerden neuer Sachverhalte und die sinnvolle Nutzung von Synergien zwischen verschiedenen Projektkonsortien oder anderen BaMS-Aktivitäten nahelegt.

Alle Teilnehmer/Zuhörer des Online-Pitch werden dazu ermutigt, sich an die Vortragenden/Verantwortlichen zu wenden und dort weitere Fragestellungen/Zielsetzungen/usw. vorzuschlagen. Die Entscheidung über die Änderung einer Projekt-Skizze trifft allein der hauptverantwortliche Antragsteller in enger Abstimmung mit seinem Konsortium. Es besteht kein Anspruch auf die Aufnahme in ein Konsortium.

Die überarbeiteten Projekt-Skizzen werden nach gleicher Gliederung und Struktur wie die ursprünglichen Skizzen verfasst und evaluiert (siehe unten). Das Kapitel ANTRAG (B) darf einen Umfang von maximal 4 DIN A4 Seiten nicht übersteigen. Es steht der Projektleitung frei, die Vorgaben zur Verfassung der Projekt-Skizzen anzupassen, sofern dies auf Grund neu bekanntgewordener fachlicher Anforderungen oder formaler Vorgaben für die Antragstellung erforderlich ist. Die Antragsteller werden hierüber rechtzeitig in Kenntnis gesetzt.

Die überarbeiteten Projekt-Skizzen sind bis spätestens 17. Juli 2020, 12:00 Uhr, per Email an die BaMS-Koordinierungsstelle unter info@bams.uni-kiel.de einzureichen.

Es werden nur fristgerechte Einreichungen per Email im PDF-Format akzeptiert. Einreichungen per Fax, Post o.a. werden nicht angenommen.

Aus der Vorlage einer Projekt-Skizze kann kein Rechtsanspruch auf eine Förderung abgeleitet werden.

Evaluierung von Skizzen

Die Evaluierung der Skizzen erfolgt auf Grundlage der folgenden Kriterien:
(a)    wissenschaftliche Qualität des Antrages,
(b)    Umsetzbarkeit des Arbeitsplanes,
(c)    Kompetenz der Antragsteller und Zusammenstellung des Konsortiums,
(d)    Standort-spezifische Rahmenbedingungen,
(e)    fachliche und strukturelle Relevanz für den Innovationsraum „Bioökonomie auf Marinen Standorten (BaMS)“ und seine langfristige Umsetzung,
(f)    langfristige Perspektive der Zusammenarbeit, Schaffung einer integrierten Infrastruktur und Anschauungsobjektes für die blaue Bioökonomie in Deutschland,
(g)    Volumen der Kofinanzierung durch Eigenanteile, insbesondere durch Unternehmen,
(h)    paritätische Verteilung über die Regionen (Nord-Bundesländer, gesamtes Bundesgebiet).

Die Begutachtung wird durch anonyme Begutachtung aus dem Kreis des Beirates des BaMS e.V. und im Bedarfsfall durch externe Experten gewährleistet. Jede Skizze wird von mindestens zwei Gutachtern begutachtet. Antragsteller können in begründeten Einzelfällen einzelne Personen als Gutachter ausschließen. Ein Anspruch auf die Auswahl der Gutachter durch die Antragsteller besteht nicht. Hierüber entscheidet der erweiterte Vorstand des BaMS e.V.

Auswahl von Projekt-Skizzen

Die Projekt-Skizzen werden durch die Mitglieder des erweiterten Vorstandes des BaMS e.V. auf Grundlage der Gutachten und weiterer strategischer und fachlicher Erwägungen evaluiert und ausgewählt. Antragsteller erhalten voraussichtlich am 25. September 2020 eine Benachrichtigung über das Ergebnis des Auswahlprozesses. Ein detailliertes Evaluierungsergebnis wird nicht mitgeteilt. Die Antragsteller können allerdings im Ermessen der Koordinierungsstelle auf ggf. erkennbare Stärken, Schwächen, Überschneidungen mit anderen Antragstellern usw. hingewiesen werden.

Der erweiterte Vorstand hält sich das Recht vor, die BaMS-Koordinierungsstelle damit zu beauftragen, noch vor Ablauf der Mitteilungsfrist einzelne Konsortien zur Bereitstellung weiterer Informationen oder zur Überarbeitung ihres Antrages einzuladen, sofern dies der erfolgreichen Umsetzung eines fachlich/strukturell positiv begutachteten Projektes dienlich ist oder anderweitige strukturelle oder formale Erkenntnisse dies erfordern.

Der erweiterte Vorstand hält sich in begründeten Einzelfällen das Recht vor, Skizzen mit herausragender struktureller und fachlicher Relevanz für die Funktionsweise des BaMS-Innovationsraumes auch zu einem früheren oder späteren Zeitpunkt für die Förderung vorzuschlagen.

Ausarbeitung von Förderanträgen zur Beantragung beim BMBF/PTJ

Ausgewählte Projekt-Konsortien erstellen mit Unterstützung der BaMS-Koordinierungsstelle formale Förderanträge für die Beantragung von Fördergeldern nach den Maßgaben der Bekanntmachung „Richtlinie zur Fördermaßnahme "Innovationsräume Bioökonomie" im Rahmen der "Nationalen Forschungsstrategie BioÖkonomie 2030", Bundesanzeiger vom 21.09.2016“. Es gelten die darin genannten Konditionen.

Alle Antragsteller verpflichten sich notwendige Unterlagen und Informationen zur Ausarbeitung eines Förderantrages, inklusive ggf. sensibler Inhalte (z.B. Bonitätsunterlagen, Jahresabschlüsse, Wirtschaftsprüfungsunterlagen), nach Maßgaben der Förderrichtlinie dem Projektträger Jülich (PTJ) zur Verfügung zu stellen.

Ferner verpflichten sich die Antragsteller zur Zusammenarbeit mit dem Innovationsraum BaMS und seinen Mitgliedern. Hierzu gehört die institutionelle Mitgliedschaft im BaMS-Verein und der Abschluss eines Kooperationsvertrages zwischen den Projektpartnern und dem BaMS e.V.. Ein Entwurf für den Kooperationsvertrag wird durch die BaMS-Koordinierungsstelle vorgelegt.

Die BaMS-Koordinierungsstelle behält sich das Recht vor, bei Vorliegen schwerwiegender Hindernisse, den Antrag an den erweiterten Vorstand zurückzugeben und eine Aussprache mit den Antragstellern anzusetzen. In schwerwiegenden Fällen kann der erweiterte Vorstand beschließen, seine Empfehlung für dieses Projekt zurückzuziehen.
Die Antragsteller bemühen sich ihre Förderanträge schnellstmöglich auszuarbeiten. Dies sollte i.d.R. bis zum 31.12.2020 geschehen. Wenn sich im Laufe der Bearbeitung Verzögerungen abzeichnen, ist die BaMS-Koordinierungsstelle umgehend zu informieren. Bei schwerwiegenden Verzögerungen behält sich die BaMS-Koordinierungsstelle das Recht vor, den Antrag an den erweiterten Vorstand zurückzugeben und eine Aussprache mit den Antragstellern anzusetzen. In schwerwiegenden Fällen kann der erweiterte Vorstand beschließen, seine Empfehlung für dieses Projekt zurückzuziehen.

Die fertig ausgearbeiteten Förderanträge inklusive aller Anlagen (i.d.R. Vorhabenbeschreibung, Kosten- bzw. Ausgabenplan (AZA/AZK/…), Zeitplan, Verwertungsplan, weitere Anlagen) werden von den Antragstellern (jeder Projektpartner stellt seinen eigenen Antrag!) an die BaMS-Koordinierungsstelle übermittelt. Die BaMS-Koordinierungsstelle prüft die Vollständigkeit der Unterlagen und die fachliche und formale Konsistenz der Unterlagen mit den ursprünglich beantragten und begutachteten Informationen.

Alle Antragsteller und Projektpartner müssen rechtzeitig vor Einreichung des Förderantrages ihre Mitgliedschaft im BaMS-Verein beantragt haben und damit dem Innovationsbündnis des Innovationsraum BaMS beitreten. Projektkonsortien, in denen ein oder mehrere Partner diese Bedingung nicht erfüllen, können nicht berücksichtigt werden.

Nach Prüfung und Freigabe durch die Koordinierungsstelle übermittelt die Koordinierungsstelle die Antragsunterlagen gebündelt an den vom BMBF beauftragten Projektträger PTJ.

Der PTJ übernimmt dann die Korrespondenz mit den Antragstellern und führt diese durch den Prozess bis zur Erstellung eines Zuwendungsbescheides. Die Antragsteller verpflichten sich, die BaMS-Koordinierungsstelle in alle relevanten Vorgänge (Schriftverkehr, Austausch von Unterlagen) einzubeziehen.

Ansprechpartner

Für Rückfragen zu den Einzelheiten dieser Bekanntmachung, sowie bei allgemeinen Fragen zum Innovationsraum „Bioökonomie auf Marinen Standorten (BaMS)“ wenden Sie sich bitte an folgende Kontaktpersonen der BaMS-Koordinierungsstelle:

Dr. Stefan Meyer
Dr. Peter Heßbrüggen
info@bams.uni-kiel.de

Mehr Informationen finden Sie auch auf unserer Website: https://www.bams.uni-kiel.de

Kiel, den 11.05.2020

 


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